C3PS - Collaborative and Creative Complex Problem Solving

01.03.2014 -

Abgeschlossen
TU München & Holtzbrinck Publishing Group

Name des Teilnehmers: Marin Zec

Beschreibung des IT-Forschungsprojektes: Die Arbeitswelt wandelt sich. Gerade in stark entwickelten Industrienationen lässt sich folgendes beobachten: lokale, physische Handarbeit wird zunehmend von verteilter, digitaler Kopfarbeit verdrängt, repetitive Probleme verstärkt automatisiert gelöst, komplexe Probleme zunehmend in interdisziplinärer Teamarbeit bewältigt. Insbesondere gut formalisierbare (d.h. sinnvoll mathematisch modellierbare) Probleme lassen sich gut automatisiert lösen, da Lösungswege bekannt sind und Lösungswissen lediglich reproduziert werden muss (reproduktives Denken). Dies zeigt sich beispielsweise in der Montage durch Industrieroboter im Automobilbau.

In Problemsituationen, die durch Unvollständigkeit oder Unzugänglichkeit von relevanten Informationen, geringe Strukturierung und unzureichende Formalisierbarkeit gekennzeichnet sind, kann Automatisierung kaum eingesetzt werden, da produktives Denken (etwa das Abwägen von Argumenten und Werturteilen oder Kreativität) gefordert ist: Antworten und Lösungsstrategien müssen neu entwickelt werden. Beispiele hierfür sind das Generieren von neuen Produktideen und Strategieentwicklung.

Informationstechnologie kann den Menschen in derlei Problemsituationen zwar nicht ersetzen, wohl aber unterstützen. Entsprechend gestaltete Kollaborationssoftware fördert produktives Denken, vermeidet negative und fördert positive Gruppeneffekte von WissensarbeiterInnen in Teams.

Im Forschungsprojekt C3PS werden Gruppenleistungsphänomene beim Einsatz von kollaborativer Software für komplexe Problemlösung in Teams untersucht. Konkreter Untersuchungsgegenstand ist die Methode Morphologische Analyse. Ausgehend von bestehenden Arbeiten wird ein unter psychologischen Gesichtspunkten optimiertes, kollaboratives Prozessmodell sowie entsprechende Softwareunterstützung entwickelt. Dadurch wird (virtuellen) Teams der kosteneffiziente Einsatz der Morphologischen Analyse als Problemstrukturierungsmethode für komplexe Probleme in synchronen wie auch asynchronen Sitzungen ermöglicht.

Software Campus-Partner: TU München, Holtzbrinck Publishing Group

Umsetzungszeitraum: 01.03.2014 - 30.09.2016