CARE - Context-sensitive Adaption of User Interfaces

01.03.2014 -

Abgeschlossen
DFKI & Robert Bosch GmbH

Name des Teilnehmers: Frederic Kerber

Beschreibung des IT-Forschungsprojektes: Moderne Informationstechnik hält zunehmend Einzug in das industrielle Umfeld und es entsteht somit eine neue Stufe der industriellen Revolution („Industrie 4.0“). Ziel des Forschungsprojektes CARE ist es, diese Technik zu nutzen, um Benutzerschnittstellen gezielter auf Anwender sowie den aktuellen Nutzungskontext anzupassen. Dabei soll der Schwerpunkt der Betrachtungen auf den Nutzer gelegt werden. Zur Umsetzung dieses Vorhabens sind zwei Aspekte zu untersuchen: Einerseits ist es erforderlich, Einflussfaktoren aus der Umgebung zu betrachten, andererseits sind die individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen des Nutzers einzubeziehen. Die äußeren Einflüsse können dabei teilweise durch eine instrumentierte Umgebung geliefert werden. In einer intelligenten Fabrik (engl. Smart Factory) sind beispielsweise die verschiedenen Maschinen mit entsprechender Sensorik ausgestattet sowie untereinander vernetzt und bieten so unter anderem Informationen über den aktuellen Fertigungsprozess. Darüber hinaus gilt es aber auch abgeleitete Faktoren zu betrachten, die nicht direkt durch Sensorik in der Umgebung erfasst werden können. Ein Beispiel stellt dabei gestiegener Zeitdruck dar, der durch einen Maschinenausfall verursacht wird und sich dann in Zusammenhang mit der aktuellen Auftragslage ableiten lässt.

Bezogen auf den jeweils aktuellen Nutzer soll das Ziel dieses Forschungsprojektes sein, die Grundlagen für eine verbesserte Nutzung von Applikationen im Produktionsumfeld zu schaffen. Hierbei gilt es die spezifischen körperlichen und perzeptorischen Fähigkeiten und Einschränkungen der Anwender zu betrachten. Durch eine zielgerichtete Unterstützung im Arbeitsprozess soll das Nutzungserlebnis verbessert werden sowie außerdem eine höhere Effizienz erreicht werden - beispielsweise durch reduzierte Fehlerraten. Hierbei müssen einerseits langfristige Faktoren wie z. B. eine Sehschwäche, aber andererseits auch kurzfristige Phänomene wie beispielsweise ein erhöhtes Aufmerksamkeitsbedürfnis aufgrund einer Änderung am Produkt berücksichtigt werden. Als konkreter Fall wird ein adaptives Informations- und Unterstützungssystem für Mitarbeiter betrachtet. Ein solches System passt sich einerseits an die Umgebung sowie die aktuelle Situation und andererseits an den aktuellen Benutzer an.

Die Ergebnisse dieses Projektes sind wirtschaftlich relevant, da die gewonnenen Erkenntnisse die Möglichkeit bieten, die Arbeitskraft von Mitarbeitern, die aufgrund ihrer Fähigkeiten sehr flexibel und vielfältig einsetzbar sind, besser zu nutzen. Somit können Firmen ihre Prozesse weiter optimieren, und gleichzeitig ergibt sich für die beteiligten Mitarbeiter ein Vorteil, da ihr Arbeitsumfeld besser auf ihre persönlichen Fähigkeiten und Einschränkungen zugeschnitten werden kann und sie somit besser unterstützt.

Software Campus-Partner: DFKI, Robert Bosch GmbH

Umsetzungszeitraum: 01.03.2014 - 31.08.2015