ReproFit - Automatische Extraktion von Reproduktionsschritten für Software-Fehler aus Benutzer-Interaktionen

01.03.2014 -

Abgeschlossen
TU München & Software AG

Name des Teilnehmers: Tobias Röhm

Beschreibung des IT-Forschungsprojekts: Um Fehler in einer Software-Anwendung zu beheben, müssen Software Entwickler diese reproduzieren. Die Fehlerreproduktion ermöglicht es Entwicklern, sicherzustellen, dass ein Fehler vorliegt, es hilft, den Fehler zu verstehen und gibt Hinweise darauf, welche Artefakte zu analysieren sind um die Ursache des Fehlers zu finden. Dazu brauchen Entwickler Informationen über die Reproduktionsschritte eines Fehlers, also die Schritte die nötig sind, um den Fehler auftreten zu lassen. Im Fall einer interaktiven Anwendung sind dies die Aktionen des Benutzers bevor der Fehler auftritt. Allerdings erhalten Entwickler selten Informationen über Reproduktionsschritte, weil sie in Fehlerberichten von Benutzern nicht beschrieben werden und in der Regel von Werkzeugen zur automatischen Erstellung von Fehlerberichten nicht erfasst werden.
Diese Problematik adressiert das Projekt ReproFit. Sein im Vorhaben zu entwickelnder und zu evaluierender Ansatz basiert darauf, Reproduktionsschritte für Software Fehler aus protokollierten Benutzeraktionen zu extrahieren. Das Mikroprojekt besitzt dabei drei Schwerpunkte. Zum ersten die Implementierung und vergleichende Evaluation von Ansätzen zur Identifikation der reproduktions-relevanten Teilmenge aller protokollierten Benutzeraktionen. Dabei kann ein bereits existierender Ansatz bzw. Prototyp der TU München genutzt und erweitert werden. Zum zweiten der Test der Anwendbarkeit dieses Ansatzes in einer Industrie-Umgebung sowie seiner Evaluation im Vergleich zur aktuellen Vorgehensweise in der Industrie. Und zum dritten die Betrachtung von Datenschutz- und Privatsphäre-Fragestellungen bei der Protokollierung und Verwendung von Benutzeraktionen. Der ReproFit-Ansatz soll dabei helfen, beim Benutzer aufgetretene Software-Fehler schneller zu erkennen, zu reproduzieren und damit zu verstehen und zu beheben. Dies führt zu einer Minimierung des Auftretens von Software-Fehlern und damit zu einer besseren Software-Qualität für Benutzer, Unternehmen und Software-Hersteller.

Software Campus-Partner: TU MünchenSoftware AG

Umsetzungszeitraum: 01.03.2014 - 28.02.2015