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Siemens bündelt Start-up-Aktivitäten in next47

28.06.2016 -

Eine Milliarde Euro Investition in den kommenden fünf Jahren

Siemens gründet zum 1. Oktober 2016 eine eigenständige Einheit, um disruptive Ideen stärker zu fördern und neue Technologien schneller voranzutreiben. Die neue Einheit wird next47 heißen - eine bewusste Verbindung zu Werner Siemens, der das Unternehmen 1847 in Berlin gründete. Mit next47 bündelt das Unternehmen sein bisheriges Engagement für Start-ups und verbindet dabei das Beste aus beiden Welten: Flexibilität, Schnelligkeit und Unabhängigkeit mit einer globalen Kundenbasis, langjähriger Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Finanzkraft. In den ersten fünf Jahren stehen dafür eine Milliarde Euro zur Verfügung. Technikvorstand Siegfried Russwurm wird die neue Einheit kommissarisch leiten.

Von Berkeley, Schanghai und München in die Welt

"Siemens war 1847 selbst ein Start-up - gegründet in einem Berliner Hinterhof", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. "Mit next47 folgen wir den Idealen unseres Unternehmensgründers und schaffen eine wichtige Innovationsbasis für die Weiterentwicklung von Siemens." Die neue Einheit erhält die nötige Eigenständigkeit, kann aber dennoch die Vorteile des Konzerns nutzen. Sie wird in Berkeley, Schanghai und München vertreten sein und von dort aus alle Weltregionen abdecken. Hierbei baut next47 auf der heute schon vorhandenen Präsenz der Start-up-Aktivitäten von Siemens auf.

next47 steht Mitarbeitern ebenso offen wie Gründern, externen Start-ups und bereits etablierte Firmen, wenn sie Geschäftsideen in den strategischen Innovationsfeldern des Unternehmens verfolgen wollen. "next47 schafft Freiräume zum Experimentieren und zum Wachsen - ohne die organisatorischen Einschränkungen eines Konzerns", sagte Siegfried Russwurm. "Dabei folgt unsere neue Einheit konsequent der Siemens-Strategie und öffnet uns für disruptive Ideen entlang unserer Kernthemen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung."

Gesucht werden Innovationen abseits des Mainstreams

Das erste Projekt von next47, das bereits im April 2016 mit Airbus vereinbart wurde, ist die Elektrifizierung der Luftfahrt. Beide Unternehmen wollen bis 2020 die technische Machbarkeit von hybrid-elektrischen Antriebssystemen für kleinere Luftfahrzeuge bis hin zu mittelgroßen Passagierflugzeugen nachweisen. Solche "Moonshot-Projekte" werden laut Russwurm eher die Ausnahme sein, jedoch soll next47 den Grundstein für Innovationen legen, die nicht dem Mainstream folgen und ein "profitables Wachstum" versprechen. Weitere Innovationsfelder werden künstliche Intelligenz, autonome Maschinen, dezentrale Elektrifizierung, vernetzte Mobilität und Blockchain-Anwendungen sein.

Siemens arbeitet bereits seit Ende der 1990er Jahre mit Start-ups zusammen: Innerhalb von 20 Jahren hat das Unternehmen mehr als 800 Millionen Euro in rund 180 Start-ups investiert. Siemens steht jährlich mit mehr als 1.000 Neugründungen in Kontakt, bringt jedes Jahr rund 20 Kooperationen auf den Weg und hat mehr als ein Dutzend eigene Start-ups gegründet.

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Technologievorstand Siegfried Russwurm verkündet die Gründung der neuen Einheit next47. ©Siemens AG, München/Berlin, www.siemens.com/presse

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