News

Software trifft auf Energie-Hardware: Besuch bei Siemens

29.07.2014 -

Doktoranden des Software Campus im Gas- und Dampfkraftwerk Irsching. IT-Nachwuchskräfte lernen die Breite des Siemens-Portfolios kennen.

Sichtlich beeindruckt waren die Doktoranden des Software Campus vom Gas- und Dampfkraftwerk Irsching. Dort ist die modernste Gasturbine von Siemens installiert, die SGT5-8000H. „Mich beeindruckt am meisten die Komplexität des Kraftwerks. Im Vergleich zu den Skizzen hat das Kraftwerk ja sehr komplexe Rohrsysteme. Auch die Größe kann man nur dann wirklich einschätzen, wenn man davor steht“, sagt Andrei Miclaus vom Karlsruher Institut für Technik, als er in der Halle auf die meterdicken Wasserleitungen für die Kühlung blickt.

Beim Software Campus-Partner Siemens sind derzeit 20 Studenten des ersten und zweiten Jahrgangs, etwa sieben weitere sollen noch 2014 aufgenommen werden. Neben der praktischen Arbeit besuchen die Teilnehmer Fortbildungsseminare und erhalten möglichst anschauliche Einblicke in die Unternehmen. 

Ein Highlight war diese Woche der Besuch im Kraftwerk Irsching von E.ON, wo Siemens vor einigen Jahren den vierten Block errichtet hat, um die neue Gasturbine testen zu können. Inzwischen steht hier ein voll funktionsfähiges Gas- und Dampfkraftwerk mit einer maximalen Leistung von knapp 570 Megawatt und einem Wirkungsgrad von über 60 Prozent. „Mich beeindruckt die immense Größe des Kraftwerks und der voll automatische Betrieb“, sagt Oliver Wasenmüller, vom Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz.

Überrascht waren die Studenten, dass die Anlage sehr selten läuft. Aufgrund des hohen Anteils an erneuerbarer Energie im Netz wird die Gasturbine nur dann gezündet, wenn Engpässe bei der Stromversorgung drohen, um dann die Grundversorgung zu garantieren. „Es macht mich sprachlos, dass diese sehr fortschrittliche Technologie nur so kurzzeitig in den Einsatz kommt“, sagt Andrei Miclaus. 

Thomas Hahn, Chief Expert Software von Corporate Technology, stellte den Doktoranden anschließend neben den Energiethemen die gesamte Bandbreite des Portfolios von Siemens vor. „Mich hat vor allem die Vielfalt an Wissen beeindruckt, die hier vorhanden ist: Von der Produktion über die Montage und den Betrieb von Turbinen und Generatoren bis hin zur Medizintechnik“, sagt Jose Rivera, Informatiker an der TU München. Oliver Wasenmüller ergänzt: „Ich habe heute mitgenommen, dass Siemens in vielen und extrem unterschiedlichen Bereichen vertreten ist und welch große Rolle die Software in dieser Hardware-Welt wirklich spielt.“

Text: Siemens

Alle News