Alumni des Software Campus

Andreas Vogelsang

15.04.2013 -

... war Teilnehmer des Software Campus-Jahrgangs 2011 und Doktorand der TU München. Im Software Campus kooperierte er mit dem Industriepartner Bosch.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Andreas Vogelsang und lebe jetzt seit sechs Jahren in München. Ursprünglich komme ich aus Herford in NRW. Dort habe ich Abitur gemacht. Anschließend habe ich mich in Paderborn für den dualen Bachelor Studiengang in Informatik mit Nebenfach Wirtschafts­wissenschaften eingeschrieben. Für den Master in Software Engineering bin ich dann nach München gegangen, weil mir die Stadt und der Studiengang sehr gut gefallen haben. Seit August 2010 promoviere ich an der TU München am Lehrstuhl für Software & Systems Engineering von Professor Broy im Bereich „modellbasiertes Requirements Engineering“.

Wie lange warst du beim Software Campus und warum warst du im Programm?

Ich war von November 2011 bis Oktober 2014 dabei. Damals ist alles sehr schnell gegangen. Ich hatte von dem Programm noch nichts gehört, als Professor Broy mich fragte, ob es interessant für mich wäre. Die Informationen, die es zu diesem Zeitpunkt gab, haben mich aber schnell überzeugt. Ich habe mich gleich daran gemacht, ein Research Proposal für das geforderte IT-Forschungsprojekt zu schreiben und mich so für den Software Campus qualifiziert.

Was hast du dir vom Software Campus versprochen?

Zum einen hoffte ich, dass ich über das Projekt in einer strukturierten Weise zusammen mit einem großen und erfahreneren Industriepartner meine Dissertation erfolgreich abschließen kann. Zum anderen wollte ich im Rahmen der Software Campus-Führungskräftetrainings und des Mentorings interessante Kontakte knüpfen, Einblicke in Firmen und Karrierepfade bekommen und letztendlich wichtige Erfahrungen für meinen beruflichen Weg sammeln.

Was war der Inhalt deines IT-Projektes und wie kann es zukünftig angewendet werden?

Ich beschäftigte mich mit der Modellierung von Anforderungen an software-intensive eingebettete Systeme. Beispiele für solche Systeme sind z.B. Autos, Flugzeuge und das Energienetz der Zukunft. Diese sind inzwischen so kompliziert, dass sie oft zehntausende von Anforderungen erfüllen müssen. Diese Anforderungen werden heutzutage unstrukturiert, mehrdeutig und inkonsistent in Dokumenten abgelegt, die leicht die Größe eines Romans erreichen können. Ich arbeitete an einer modellbasierten Darstellung von Anforderungen, die es erlaubt die Anforderungen in kleinere Teile herunterzubrechen, diese zentral in einem Repository abzulegen und bereits auf Basis der Anforderungen zu überprüfen, ob das spezifizierte System das gewünschte Verhalten an den Tag legt.

Was fasziniert dich an der Informatik?

Informatik ist inzwischen zum Innovationstreiber Nummer eins geworden. Der Qualitäts- und Preisunterschied zwischen Autos, Fernsehern, Handys und anderen elektronischen Geräten wird heute zu einem großen Teil ausschließlich dadurch bestimmt, welche Softwarefunktionen auf diesen Geräten laufen und wie diese umgesetzt sind. Es geht sogar so weit, dass die Software zum Alleinstellungsmerkmal für bestimmte Produkte wird.

Was hat dir beim Software Campus am besten gefallen?

Der Besuch des IT-Gipfels gleich zu Beginn war sicherlich eines der Highlights. Aber auch in der anschließenden Antragsstellungsphase habe ich schon viel über Projektmanagement und Forschungsprogramme gelernt.

Wofür schlägt dein Herz - neben Job und Software Campus?

Neben Job und Software Campus treibe ich sehr gerne Sport - Fußball, Joggen, Snowboarding - und genieße die wunderschöne Landschaft in und um München.

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