Alumni des Software Campus

Sabine Janzen

17.04.2013 -

...ist Doktorandin an der Universität des Saarlandes und kooperierte im Software Campus mit der Scheer Group.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsinformatik im Dienstleistungsbereich an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Ich beschäftige mich mit dem Design und der Umsetzung von Informationssystemen -bevorzugt mit solchen, die in physische Umgebungen eingebettet sind und mit web-basierten, semantischen Wissensressourcen arbeiten.

Wann warst du beim Software Campus und warum warst du im Programm?

Als Kandidatin der Pilotphase von Dezember 2011 bis Juli 2014 dabei. Das Programm hat mich damals aus mehreren Gründen neugierig gemacht. Zum einen gefiel mir die Kombination aus Forschung und Praxisnähe, da ich als Informatikerin seit einigen Jahren in einem Umfeld arbeite, das sich fortlaufend mit wirtschaftlich relevanten Fragestellungen in der Informatik befasst. Zum anderen erhoffe ich mir, dass man Einblicke in das IT-Management erfolgreicher deutscher Unternehmen erhält sowie entsprechende Kontakte knüpfen kann.

Was hast du dir von dem Programm versprochen?

Ein spannendes Forschungsprojekt mit Raum zum Denken, interessante Kontakte in Forschung und Wirtschaft sowie zielgerichtetes Mentoring.

Was war der Inhalt deines IT-Projektes und wie kann es zukünftig angewendet werden?

Ich beschäftigte mich mit Systemen, die im Dialog mit dem Nutzer eigene Ziele verfolgen und somit strategisch agieren. Bis dato ist es so, dass Systeme in der Interaktion bzw. dem Dialog mit dem Nutzer nur auf die Interessen des Nutzers reagieren. Im realen Leben laufen Dialoge aber nicht so geradlinig ab - die Teilnehmer verfolgen meist unterschiedliche Interessen, die es dann im Gespräch zu behandeln gilt. Ich untersuchte, inwieweit sich Gleichgewichts- und Verhandlungsstrategien aus der Wirtschaft eignen, um Dialogsysteme zu entwickeln, die mit dem Nutzer unter strategischen Gesichtspunkten interagieren und dabei eigene Ziele verfolgen. In einem ersten Schritt soll der Ansatz in der Handelsdomäne, d.h. am Point of Sale getestet werden. Im Weiteren sehe ich vielfältige Anwendungsszenarien für derartige Systeme z.B. in den Bereichen Ambient Assisted Living, Healthcare, Smart Spaces usw.

Welche Vorstellungen hattest du von deinem weiteren Werdegang?

Ich habe meine Karriere nicht am Reißbrett geplant, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Möglichkeiten, an die man zuvor nicht gedacht hat, manchmal unerwartet auftun. Ich sehe mich aber in jedem Fall in einem kreativen und innovativen Umfeld, in dem Platz zum Denken ist - weit entfernt von „das haben wir schon immer so gemacht“.

Wer ist dein Idol?

Es gibt einige Menschen, die mich mit ihrem Vertrauen in die eigene Idee und ihrer Geradlinigkeit bei der Realisierung inspirieren. Interessant finde ich auch den Weg von Marissa Mayer, die als 20. Mitarbeiterin und spätere Verantwortliche für das Suchmaschinengeschäft mithalf, aus dem kleinen Startup Google das heutige Unternehmen zu entwickeln. Im Juli 2012 wurde die Top-Managerin zur neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) von Yahoo! ernannt. Ich bin sehr gespannt, wie sie vorgehen will, um den Konzern, der ja ein wenig in den 90-ern stehen geblieben ist, wieder auf Kurs zu bringen.

Was fasziniert dich an der Informatik?

Das Gefühl, etwas zum Leben erwecken zu können ...

Wofür schlägt dein Herz - neben Job und Software Campus?

Für die Menschen, die mir nahe stehen, die mich in jeder meiner Entscheidungen unterstützt haben und meinen Weg begleiten. Entspannung finde ich beim Reiten, Laufen und Lesen.

 

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